Das SECI-Modell
Der Wissensumwandlungsprozess zwischen implizitem und explizitem Wissen nach Nonaka & Takeuchi.
Einordnung
Das SECI-Modell wurde von Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi entwickelt. Es beschreibt, wie Wissen in Organisationen entsteht, geteilt und weiterentwickelt wird. Der Fokus liegt dabei auf der Wechselwirkung zwischen implizitem und explizitem Wissen.
Die vier Wissensumwandlungsprozesse
Socialization (Implizit → Implizit)
Wissen wird durch gemeinsame Erfahrung weitergegeben, ohne formalisiert zu werden. Beispiele sind Beobachtung, Nachahmung oder informeller Austausch.
Externalization (Implizit → Explizit)
Implizites Wissen wird artikuliert und in eine ausdrückbare Form überführt, etwa durch Sprache, Modelle oder Konzepte.
Combination (Explizit → Explizit)
Vorhandenes explizites Wissen wird kombiniert, strukturiert oder neu zusammengestellt, zum Beispiel durch Dokumente, Datenbanken oder Berichte.
Internalization (Explizit → Implizit)
Explizites Wissen wird durch Anwendung und Erfahrung verinnerlicht und Teil des impliziten Wissens einer Person.
Kerngedanke
Wissensentwicklung ist kein linearer Prozess, sondern ein kontinuierlicher Kreislauf zwischen implizitem und explizitem Wissen.
Grenzen des Modells
Das SECI-Modell abstrahiert stark und berücksichtigt kulturelle, organisatorische und technologische Unterschiede nur begrenzt.